Zahlenlehre - Philosophie der Zahl

Magie und Mystik der Namen und Zahlen
Philosophie der Zahl
Magie der Zahl
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Zahlenlehre

8.9.2020, Nachtrag zur Runenbeschreibung und Augen auf, Der ChemBuster33
Das Buch: Praktisches Lehrbuch der Kabbala „Magie und Mystik der Namen und Zahlen“, von Herbert Reichstein, kann im Buchhandel erworben werden; findet man auch im Netz als  kostenlose PDF-Datei; allerdings fehlen die Seiten für die Deutung der Zahl 18,19 und 20, die ergänzenden Seiten können sie als Pdf hier runterladen.
Berechnung von Eigennamen nach Herbert Reichstein
Um nun zur Hauptsache, nämlich die Deutung und Berechnung von Eigennamen lebender oder geschichtlicher Personen zu kommen, nehmen wir uns nun ein Beispiel; Reichstein hatte in seinem Buch Friedrich Schiller als Beispiel und ich habe mir Dr. Konrad Adenauer, Bundeskanzler des Nachkriegsdeutschlands  von 1949-63, ausgesucht. Bei Personennamen hatte Reichstein mehrere Ergebnisse aufgefunden; wie bereits vorher erwähnt, war ihm ein einziges Ergebnis für einen Menschen nicht genug, um ihn charakterologisch  und evtl. auch schicksalsmäßig erfassen zu können. Er hielt sich daher für verpflichtet, an einem Beispiel den ganzen Gang einer charakterologischen Berechnung aufzuführen. PDF-Datei  Reichstein’s komplette Berechnungsformel.
In meiner damaligen Ausarbeitung über Konrad Adenauer im  Dezember 1997 (hier), hatte ich den Runeneinfluß in Bezug der Namensdeutung noch gar nicht in Betracht gezogen. Von Jahr zu Jahr aber wurde mir immer klarer, daß ich einen riesengroßen Faktor in der Namensdeutung außer acht ließ.
Konrad Adenauer hatte folgende Runen in seinem Charakterbild: Rune Fa , sie ist die Vater-Rune, die Zeugung im Stofflichen und Geistigen. Man nennt sie auch die Feuer-Rune. Die Erkenntnis, die aus der Fa-Rune resultiert, hilft in den oft schmerzlichen Wechselfällen des Lebens und ist tröstend, versinnbildlicht in dem Satz „Auch das geht vorüber“. Rune Ur , die Rune Ur bedeutet in der Geheimlehre die Unsterblichkeit, das Ur-Licht, die Ur-Ewigkeit. Ur-da ist die Ur-Mutter. Es heißt in der Edda, der Riese, der am Rande der Welt, das heißt, am Rande der Zeit sitzt. Wer den Ur-Grund aller Dinge erkannt hat, (das Wissen), der ist der Täuschung durch den Stoff, durch die Materia enthoben.
Rune Rita. Es ist die Rota, Rita, die Re-ligio = Rückverbindung zum Göttlichen, im Gegensatz zu den Reliquien, den Relikten, dem Irdischen, Zurückgelassenen. In der alten „Wihinei“ -Weihung, Einweihung, war die Religion Wissenschaft und Recht in einem. Es ist das Recht, das Ruod, der eigene Rat, das Recht, von dem Goethe sagt, „das mit uns geboren und von dem im Leben nie die Rede ist“. Die Rita-Rune hat Konrad Adenauer 4 x, und sie verstärkt die Grundzahl 5 in ihrer Deutung im erheblichen Maß. Habe ich die Grundzahl berechnet und mir die Erklärung von Reichstein verinnerlicht, hatte ich immer das Gefühl, hier fehle etwas! – Dann fing ich Jahre später an, mich mit den Runen auseinanderzusetzen, und ich spürte, daß sich ein Puzzle gelöst hat. Die Grundzahl und die Rune zur Grundzahl bilden eine Symbiose; in dem Moment, wo die Grundzahl berechnet und die Rune gegenübersteht, fängt man an zu begreifen. Erst die Rune zur Grundzahl gibt dem Namen ein Gesicht und es fängt an, daß sich ein Charakterbild bzw. Charakterwert aus dem Namen herauskristallisiert.

Hat der Mensch sein Lebensziel wirklich erreicht, dann stimmt das Ergebnis des errechneten Lebensziels – Adenauer hat als Lebensziel die 17, Wahrheit, Glaube, Hoffnung – mit der Berechnung des Vor- und Familiennamens plus Todesdatums überein (hier im unteren Teil vom Formular), also auch die 17; und das ist bei Adenauer der Fall. Ich habe in den letzten 20 Jahren und mehr unzählige Personen berechnet, und habe dabei festgestellt, daß es in ganz wenigen Fällen eine Übereinstimmung gibt. Interessant, auch bei Adenauers Bundesminister für Wirtschaft, Ludwig Erhard, wurde auch das Lebensziel erreicht. Wie bereits bei den Runen 4 x die 5, Rune Rita, erwähnt, übt die Rita-Rune einen verstärkten Aspekt zur Grundzahl Adenauers aus, da die Rita-Rune gleichzeitig Adenauers Schwingungsrune ist und somit Adenauer 2 x die Rita-Rune zur Deutung vorzuweisen hat; genauso verhält es sich mit der mehrfachvorkommenden Zahl 5, den Jupiter (siehe Deutung als Pdf.) – Die Charakterzahl des Namens, die mehrfachvorkommende Zahl und die der Rune Rita, die 5, steht der Charakterzahl aus der Geburt, die Zehn, gegenüber; und jetzt kommt, der äußert, positive Aspekt zur Deutung zum Vorschein:
Die Zahl 10, „Wechsel des Glücks“, und die Zahl 5, Religion, bilden eine Symbiose; wenn der Kandidat seinen positiven Charakter lebt, trennt die Zahl 10 die Spreu vom Weizen, also das Böse wird vom Guten getrennt; das Unwahre wird, mit allem, was darin enthalten war, als eine Notordnung isoliert. Die Zehn macht also für den Kandidaten den Weg frei zur 5, zur Religion. Diese positive Verbindung zwischen Geburtsdatum und der Grundzahl des Namensträgers ist sehr selten. Geisteswissenschaftliche Erklärung aus hermetisch- gnostischen Philosophie der Zahl 10 und der Zahl 5. Siehe Seite "Mystik der Zahl".
Reichstein hatte bei der Erforschung der Zahlenphilosophie die Beobachtung gemacht, daß der Mensch während seines Lebens immer sich wiederholende Erlebnisse und Ereignisse durchmacht, die auf bestimmte Zahlen zurückzuführen sein mußten. Auch diese Zahlen mußten einen besonderen kosmischen Einfluß auf den Namensträger ausüben. Diese Zahlen warnen uns in einer Hinsicht vor bestimmten Handlungen, die eben zu einem unguten Ereignis oder Erlebnis werden, wenn wir sie nicht beachten. Weiter wird festgestellt, daß diese „kosmischen Ereignis-Zahlen“ während des ganzen Lebens wirksam bleiben, so daß man während des ganzen Lebens darauf achten muß. Wer diese Zahlen nicht beachtet, wird immer wieder durch entsprechende Ereignisse darauf hingewiesen werden. Man könnte diese Zahlen daher auch „Erzieherzahlen“ nennen, weil die Auswirkungen uns gegebenenfalls zur Selbsterziehung zwingen. Wir haben bei den Ereigniszahlen nur solche bis 66, so daß, wenn ein Resultat über 66 erzielt wird, diese nicht mehr berücksichtigt werden. Die Begründung Reichstein’s: „Deutungen für  66 Zahlenwerte zu finden, die sich auf den 22 Grundzahlen aufbauen, und zwar 1. 22 für den Körper. 2. 22 für den Geist und 3. 22 für die Seele.

Berechnen von Wesenheiten und Begriffen: Die „Silbentrennung“. Herbert Reichstein maß diesem Thema scheinbar keine allzu große Bedeutung bei, weil zu seiner Zeit allgemein bekannt war, auf die Silbentrennung zu achten, sonst hätte er in seinem Buch sicherlich darauf hingewiesen. Es ist ganz besonders auf die Schreibweise der zu berechnenden Begriffe, bzw. Wesenheiten, wo Doppellaute, wie: ch, ph, sh, sch, ts, tz und th auftauchen, zu achten;  Beispiel: „Weisheit“ zusammengeschrieben ergibt zahlenphilosophisch errechnet die Zahl 6, richtig geschrieben werden muß es aber mit der Silbentrennung gleich „Weis  Heit“, und das errechnet, ergibt den richtigen Zahlenwert 7, Sieg; siehe Reichstein in der Deutung der Zahl 9. Noch ein Beispiel: „Selbstsucht“, ergibt zusammen geschrieben, die Zahl 11 = spirituelle Macht, RICHTIG geschrieben wäre „Selbst Sucht“ (Silbentrennung),
und das ergibt, die Zahl 12 = Opferung. Bei Nichtbeachtung der Silbentrennung in der Berechnung von Begriffen sowie Wesenheiten, bekommen Sie zu 99 %  eine Fehldeutung. Bei berechnen von Wesenheiten, bzw. Begriffe, am besten immer austesten. Es wäre auch angebracht, die alte Rechtschreibung (ß, ss), zu benutzen. Die alte Rechtschreibung läßt sich am Computer einstellen. Bei Namen spielt alles das keine Rolle, da Namen grundsätzlich zusammen geschrieben werden, wobei die Doppellaute „sch“, „th“ usw. richtig in meinem Programm zur Deutung kommen.
      
Bei den Zahlen 3, 9, 12 und 14 sind in meinem Buch von Reichstein aus dem Jahr 1968 leichte Fehlinterpretation und Begriffsverwechslung zu beobachten, was ich hier berichtigen möchte.
Fangen wir mit der 3 an:
g = 3 = Ehe, Gemeinschaft. Hier wird der Begriff „Ehe“ mit der Zahl 2 = Wissen errechnet; „Ehe“ bedeutet aber „Wille“ = die Zahl 1.
Hier muß eine leichte Korrektur vorgenommen werden. Im Großen und Ganzen stimmt Reichsteins Ausführung: „Die Ehe ist der Wille zur Treue und Lebenskameradschaft ...“; somit sind die Zahlen 1 der Wille und 9 die Gemeinschaft der Richtige Zahlenwert.
Es geht weiter mit der Zahl 9:
t = 9 = Weisheit. „Weisheit“ ist richtig; nur bitte, wie anfangs ausführlich erwähnt, auf die Silbentrennung achten. Reichstein benutzte auch den Begriff „Weistum“, da gibt es keine Kollision mit den Doppellauten. Also, alles richtig.
Kommen wir nun zur Zahl 12:
l = 12 = Opferung, Sühne. Hier wird der Begriff „Sühne“ mit der Zahl 4 = „Verwirklichung“ errechnet; Sühne errechnet bedeutet aber „Religion“ = die Zahl 5.
Auch hier muß leicht korrigierend eingegriffen werden. Auch hier kann größtenteils die Deutung übernommen werden; die Deutung Reichsteins ab: ... „Opfer“ zu bringen, wahre selbstlose Opfer ...“; da ist die 5 „Religion“ für „Sühne“ die Richtige Option.
 
Ich gehe davon aus, daß Reichstein alles richtig interpretierte, und nur bei späteren Neuauflagen die Korrekturlesung und anschließender Rezension, die Fehler aufgetreten sind.
Kommen wir nun zur letzten Zahl, die 14:
n = 14 = „Selbstzucht“ = 12 gedeutet.  „Selbstzucht“ errechnet, ergibt den Zahlenwert 11, und der paßt nicht zur Erstaussage; dafür habe ich für „Selbstzucht“, die „Selbstsucht“ und „Beherrschtheit“ gesetzt.
Die Deutung nach Reichstein ist korrekt; auch Definition zu allen drei Begriffen richtig.

Zahlen sind Buchstaben und zugleich Botschaften. Diese Behauptung ist eine Annahme, die mit großer Sicherheit stimmen dürfte. Seit altersher haben Menschen Zahlen anstelle von Buchstaben verwendet, um gewisse Botschaften zu codieren, um sie unkenntlich der breiten Masse zu machen. Das geheime Wissen war somit auf wenige beschränkt, auf die Priester und damit auf kleine, aber starke Machteliten.
Berechnen von biblischen Personen aus der Bibel. Für diese Namen werde ich nur die Buchstaben (Zahlen) zusammenzählen und die Quersumme ziehen; denn alles, was aus der „Geistigen Welt“ kommt, muß generell aus einer anderen Perspektive gesehen werden. Bei berechnen der Namen von: Jesus, Jesus Christus, Gott,  Adam und viele mehr, sollte man diese Namen auch über die Vokale analysieren bzw. beachten. Die Aussage der Zahlen (siehe unten: Deutung Jesus Christus und Adams), spricht eine deutliche Sprache. Auch Reichstein ermittelt z.B. die karmische Krankheitsdisposition nur aus der Quersumme  der errechneten Zahlenwerte aus den Vornamen mütterlicherseits,  bzw. Nachnachname väterlicherseits. Alle Schöpfungsprozesse gehen aus der 9 hervor; die Zahl 9 ist die Grundzahl unseres gegenwärtigen Evolutionsstadiums. Sie hat eine Bedeutung in unserem Sonnensystem, wie keine andere Zahl. Die Bibel, stellt den Menschen als A.D.M. vor. Diese drei Laute wurden als Adam übersetzt. Sie sind, der Reihe nach, die Bezeichnung für den Geist, die Seele und den Körper; kabbalistisch  werden sie durch die Zahl 1440, also, die 9, vergegenwärtigt.
„Adam“ kann also niemals die Bezeichnung für ein Individuum sein, sondern gilt für die Menschheit als Ganzes, und zwar in ihrer Manifestation von Geist, Seele und Körper; darum sollte man in diesem Fall mit der Berechnung anders vorgehen.
Deutung aus gnostisch- philosophiescher Sicht:
       
Adm, die 9, Weisheit, die Zahl der Menschheit. In der Zahl 9 wird der Sieg des wahrhaft gottmenschlichen Werdens gefeiert; sie ist die endgültige Überwindung und Befreiung von Geburt und Tod. Sie ist das Ergebnis eines langen Weges der Läuterung durch den Stoff  bis zur Auferstehung im ewigen Leben. Das Vokal 1, Wille / Verwirklichung. Die Eins stellt die Einheit mit dem Geist, mit dem Vater dar. Die Eins symbolisiert den Willen des Vaters und entspricht dem Urton, dem ersten Schöpfungswort. Aus der Eins gebären sich alle Zahlen, in ihr sind sie beschlossen, von ihr werden sie umfaßt. Genauso gehen wir mit dem nächsten Beispiel vor.
Jesus Christus, Zahlenwert  5 = Religion = 9 = Weisheit. Ist der geistige Weg der 4 vollbracht, ist die Folge davon die Zahl Fünf, das neue Bewußtsein; die Fünf ist die Zahl der Überwindung, die Stunde der völligen Befreiung von allen Einflüssen, Kräften und Ansichten der Dialektik, sowohl in der Stoffsphäre als auch in der Spiegelsphäre; eine wahrhaft neue Geburt des Menschen; das Pfingstfest. Die 5 war seit jeher Symbol für die göttliche Ordnung. Das Vokal 9, Weisheit, die Zahl der Menschheit. In der Zahl Neun wird der Sieg des wahrhaft gottmenschlichen Werdens gefeiert; sie ist die endgültige Überwindung und Befreiung von Geburt und Tod. Sie ist das Ergebnis eines langen Weges der Läuterung durch den Stoff bis zur Auferstehung im ewigen Leben.
Der positive Wert einer Zahl wird immer durch den Einstelligen Zahlenwert (Quersumme) angezeigt; also eine zweistellige Zahl auf einstellige reduziert, wie Reichstein darlegte.  Nach Rudolf Steiner, verkörpert das „Ich“, Jesus Christus. Berechnet man das „ich“, kommt man auch auf den Zahlenwert 9, die Zahl der Menschheit, der Sohn Gottes; das ist kein Zufall! - Da die geistige Welt zwar in dieser Welt wirkt, aber nicht von dieser Welt ist,  gibt es in der obigen geisteswissenschaftlichen Deutung auch keinen negativen Aspekt zu der Zahl. – Der Mensch dieser Welt ist dem Gesetz der Polarität unterworfen, zu allem gibt es eine Entsprechung (Gesetz der Analogie), was im allgemeinen bekannt ist. Der Mensch, kennt das Gute nur zusammen mit dem unzertrennlichen Begleiter, dem Bösen; darum gibt es auf dieser Welt auch Gut und Böse.   Schon der Stoiker Seneca (4 v. Chr. — 65 n. Chr.) schrieb in seinen Briefen an Lucilius:         
Die Gottheit ist sehr nahe; sie ist bei-dir und in dir.
Sie verleiht große und bedeutsame Entscheidungen. In jedem würdigen Mann wohnt ein Gott, aber was für ein Gott,
das ist ungewiß.
Der Christianisierung sind unersetzliche Überlieferungen zum Opfer gefallen. Ehrwürdiges nordisches Erbgut, soweit es noch Karl der Große verschont hatte, ließ sein Sohn und Nachfolger, Ludwig der Fromme, bangend um sein Seelenheil, in Flammen aufgehen. Von Mund zu Ohr nur rettete sich das Geheimnis germanischer Priester und Seherinnen durch die Fährnisse unduldsamer Jahrhunderte. Meisterhaft haben es die Wissenden jener Zeit verstanden, an Domen und Profanbauten Erkennungszeichen ihrer weltanschaulichen Zusammengehörigkeit anzubringen; darunter viele Runen und runenähnliche Symbole.
    
Nach Gorsleben sind die Runen „Zeichen des pulsierenden Lebens auf eine mathematische Formel gebracht.“ „Jede Rune“, schlußfolgert er weiter, „vertritt eine Dreiheit, nämlich Zahl, Bild (Hieroglyphe) und Gedanke. Runen sprechen und lesen heißt also, schöpferisch auf die Umwelt, überhaupt auf den Kosmos einwirken.“ „Jeder der hebräischen Buchstaben vertritt drei Begriffe:

  • einen Buchstaben, d.h. eine Hieroglyphe,
  • eine Zahl,
  • eine Idee.“
    
Nach Angaben diverser Runenforscher, soll die Älteste Rune, die gefunden wurde, um die 10 tausend Jahre alt sein. Wie aber bereits im Vorwort angedeutet, sind die Runen auch in der Blume des Lebens, die „Heilige Geometrie“, zu finden; das bedeutet, daß die Runen zum Bauplan des Lebens, der Schöpfung, zu Gott, gehören.
Runen und Tarot:
Auch mit dem Tarot - der bekanntlich ebenso von rätselhafter Herkunft ist - werden die Runen in Beziehung gebracht. Freilich wird der Tarotkundige kopfschüttelnd fragen: Was haben die Runen mit dem Tarot zu tun? Möglicherweise sehr viel sogar, falls sich die Mutmaßung bestätigen sollte, der A. v. Harleß 1854 in seinem Kommentar zum Jamblichus Ausdruck verliehen hat. Seiner Überzeugung nach ist der Tarot aus den Runen hervorgegangen. Die jüdische Herkunft des seltsamsten aller Kartenspiele wird bestritten: „Das Tarockspiel wird zum letzten Mal öffentlich verbreitet kurz vor der Französischen Revolution: Mit der Revolution verschwindet es. Die jüdischen Kabbalisten (die nie öffentlich hervorgetreten sind) übernehmen es. Vor 1800 ist der Tarot in der jüdischen Kabbalistik nicht nachzuweisen.“ „Wohl aber in der chinesischen,“ wie Kenner versichern.
Ein Standpunkt, den auch H. v. Harleß vertritt: „Die Runen finden sich in unserem Norden - sie finden sich auch im nördlichen China: Sie sind eines gemeinsamen Ursprungs.“ Nicht genug damit, Tarotbild und Runenzeichen haben - nach v. Harleß - gleiche Sinnbedeutung. „Die wirkliche Zuordnung der Bilder ist so selbstverständlich, daß es genügt, aus der berühmtesten Edda-Stelle über Wodans-Runenkunde die bedeutsamsten Verse hinzusetzen.“ Ob und wie weit das zutrifft, dies zu beurteilen sei jedem selbst überlassen. Nachdenklich jedenfalls stimmt ein Vergleich der 12. Tarotkarte - der „Gehenkte“ - mit der Rune Tyr, der zwölften in der Futhorkreihe: „Die Karte 12, das ist Wodan selbst, wie er am Baume hängt und ihm als letzte Entscheidung das Runenopfer einfällt; der Orient hat die verschiedensten Entsprechungen dieses „Mannes mit der Last“, der zugleich das Schicksal der Wiedergeburt versinnbildlicht.“

7.9.2020, Nachtrag zur Runendarstellung. Einführung in die Runen-Esoterik:
      
Der "Bücher-Markt" wird laufend mit zweifelhaften Runen-Büchern beglückt. Zuallererst sollte man prüfen, ob es die magische FUTHORK-Reihe von 1-18 als Grundlage hat. Sollte dies nicht der Fall sein, kann man getrost das Buch wieder auf seinen Platz zurücklegen; und sein Geld sparen;  denn dies sind meist Abkupferungen von schulwissenschaftlichen "Weisheiten" ohne realen Hintergrund.
Jeder Suchende sollte sich bemühen, ältere Runen-Bücher, die es zum Teil nur noch antiquarisch aufzutreiben gibt und teilweise sehr kostspielig sind, kann man noch zum großen Teil im Internet finden; hierbei spielt der Autor eine große Rolle. Deshalb ist es nützlich, wer die Namen von den "Klassikern der Runen-Esoterik" kennt. Bei den Klassikern findet man zwar unterschiedliche Auslegungen und Schwerpunkte, dennoch sollte man keines der alten Bücher unbeachtet lassen - aus allen kann man etwas lernen.
Praktische Runenarbeit setzt eine gründliche Kenntnis der Bedeutung jeder Rune voraus, sie fußt auf den achtzehn Runen des Futhorks, die den achtzehn Strophen des „Zauberliedes“ der Edda entsprechen. Neben diesen Sakral- Runen entwickelten sich im Laufe der Zeit noch einige „überzählige“ Runen, nur dem profanen Gebrauche dienend. Die Runenpraktiker ließen sie unberücksichtigt. Von den achtzehn Futhorkrunen zählen die ersten sechs (von Fa bis Ka) zu „Fa’s Geschlecht“, die folgenden fünf (von Hagal bis Sig) zu „Hagals Geschlecht“, die restlichen sieben (von Tyr bis Gibor) zu „Tyr’s Geschlecht“. Die Tabellen folgen in der Hauptsache Rudolf John Gorsleben, Herman Wirth, Siegfried Adolf Kummer, E. Tristan Kurtzahn, Peryt Shou, Herbert Reichstein u.a., die ihrerseits wieder das Grundlegende dem Altmeister der Runenkunde, Guido v. List, verdanken.

KLEINE RUNENKUNDE:
Die Zahl 8, die Rune Not; die Rune des Karmas und der Wiedergeburt. Odins Notschrei. Das Mysterium der neun odinschen Nächte am Weltenbaum. Odin, hängend am Baum in den neun mythischen Nächten, in der neunten Nacht als erster die Runen wahrnahm; hat es erbracht. Als Lohn für seine Opfertat erwacht er an der Notrune und wird zum Wissenden, kundig der verborgenen Runengewalten. Jener „Wellen-Ausprägung“ kosmischer Schwingungsvorgänge. Das Erfassen und Entschleiern ihrer Geheimnisse durch Odin folgte, mit anderen Worten, die Entdeckung und Nutzung der Zaubergewalt der Runen, die Entbindung ihrer Kräfte, entsiegelt durch die „richtenden Gewalten“ einer besonderen Rune: der des unabwendbaren Schicksalzwanges, der Rune NOT.
Bedeutung: die Nornen-Rune. Die Rune des Schicksalszwanges, der kosmischen Gesetzlichkeit und der Notwendigkeit. Sie symbolisiert das Urgesetz der Norne, das Unabwendbare, Niedergang, Vernichtung, Verneinung, Unheil, Verlust, Verwandlung, Not und Notwende: die ausgleichende göttliche Gerechtigkeit. Sie zwingt zur Wahrheit und Einfügung in die kosmische Weltordnung.
„Das Erwachen an der Not-Rune weckt neue Kräfte im menschlichen Geist, eröffnet den verborgenen Kanal im Herzen und die Stimme des Weltgeistes als einer unsichtbaren großen Geist-Gemeinschaft.“ Die Notrune ist die erste Rune, die uns einschaltet in die „Sende“-Wellen (Sintwellen), „in denen die geistigen Impulse unserer fernen Brüder im Sonnenreich“ vibrieren. Durch Einschaltung auf diese tritt man „unter den Schutz unsichtbarer geistiger Wesenheiten“, einer geistigen Brüderschaft, der Hermesbruderschaft; und sie antworten auf die Rufwellen der Naut-Rune.
Positiv ist, wie oben erwähnt, steht sie für Gesetz von Ursache und Wirkung – sie zwingt zur Selbstkritik. Jedes Leben fordert Opfer und nach dem Opfer folgt die Not-Rune. Sie ist eine Abwehr- und Schlichtungsrune; lt. Spiessberger ist Not das Dämonium von Eh (=Vereinigung) und daher auch die Rune der Trennung!
Richtig erkannt, birgt sie den Schlüssel zur Erkennung des Karmas, verleiht die Kraft, um darüber hinaus zu wachsen. Das freilich erfordert Opfer. Die armanischen Runen sprechen eine Sprache, die uns längst verloren gegangen ist, der Mensch vermag nunmehr mittels „Magnetströme“ in die Ferne zu wirken! “ – „Die Hermesbrüder reden.“
– „Sie drehen das Sonnenrad und es bläst seinen Atem herüber zu den Erwartenden in ihre Hände, Brust und Hüften“. – Dunkle Worte, deren Sinn sich dem Mantriker erst erschließen muß. Von der Notrune heißt es, sie verhelfe dazu. Dieses Mysterium ist versiegelt in der Not- oder Anda-Rune. Eine Rechenaufgabe mit der Acht möge das zeigen. Die Offenbarung Gottes in der Zahl; siehe Titelblatt.
Quellenangabe:
  • Die Weltanschauung der Rosenkreuzer oder mystisches Christentum, Max Heindel;
  • Heilige Geometrie und das Geheimnis der Zahlen, Stiftung Rosenkreuz.;
  • Die Ägyptische Urgnosis, Jan van Rijckenborgh; Rudolf Steiner - Enzyklopädie.
  • Hoch-Zeit der Menschheit, Rudolf Gorsleben; Runenmagie, Spieberger;
  • Praktisches Lehrbuch der Kabbala, Magie und Mystik der Namen und Zahlen, Herbert Reichstein
  • Pythagoras, Spiritualität und Wissenschaft, Konrad Dietzfelbinger
Herbert Reichstein, Magie und Mystik der Namen und Zahlen. Betrachtung aus geisteswissenschaftlicher Sicht

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